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«Ich brauche Geld.»

Er zählt zu den am häufigsten gedachten Sätzen der westlichen Welt. Menschen, die Heiler aufsuchen, haben fast ausnahmslos eines von drei Anliegen: ihre Gesundheit, ihre Beziehung oder einen Mangel an Geld. In unserer Kultur ist ein Leben ohne Geld nahezu nicht möglich. Der Körper braucht jede Nacht einen Ort zum Ruhen und im Winter Wärme und Schutz. Jeder Quadratmeter unseres Landes gehört jemandem (was eine menschliche Maßlosigkeit ist¹). So ist es hierzulande geldlos schwer, nachts zu ruhen oder Wärme und Schutz für den Winter herzustellen. Wer ohne Geld ist, kann andere, die Geld haben, um Geld bitten, doch immer unterstellt er oder sie damit auch ein Stück weit ihren freien Willen. Prüfe es selbst, indem du die Betonung auf das erste Wort legst: Ich brauche Geld. Um in dieser Kultur frei zu sein und frei wirken zu können.

Viele wollen es nicht wahrhaben: Geld ist die größe Macht der physischen Ebene unserer Existenz. Prüfe es wieder selbst, indem du dir vorstellst, du hättest für alle Zeit in unbegrenzten Mengen Geld. Es existiert in zwei Formen: physisch als Münzen und Scheine und elektronisch als Zahlen in Bankcomputern. Wer entweder eine weltweit anerkannte Bank besitzt oder tief aus dem Fluss des Geldes schöpfen kann, besitzt in weitem Maße Macht über die physische Existenz der Menschen. Denn wir haben es uns so eingerichtet, dass jede und jeder Einzelne, jede Familie, jede Gemeinde, jeder beginnende Betrieb, jede Stadt und jedes Land Geld braucht. «Money makes the world go round.» «Geld regiert die Welt.» Griechenland wird derzeit dazu gedrängt, das eigene Trinkwasser und damit eine Quelle des Lebens zu verkaufen, weil dem Land Geld fehlt.

Die indische Kultur bringt deshalb so viele spirituelle Menschen hervor, weil die Geldlosigkeit in Verbindung mit gelebter Spiritualität in ihr geachtet ist und einen Platz hat. In der Zeit, als die Technik die Würde der Menschen noch nicht untergraben konnte, lebten die Japaner in vier Kasten: Die Samurai als höchste, die Künstler, die Bauern und als unterste die Händler, denn mit Geld wollte damals niemand etwas zu tun haben.

Geld ist deshalb so mächtig, weil wir es zur verkörperten Form unseres Austausches gemacht haben. Geben und Nehmen ist ein wesentlicher Bestandteil unseres irdischen Daseins. Jeder kommt mit eigenen Fähigkeiten auf die Welt und ergänzt damit die Unfertigkeiten anderen. Es ist in der Regel überfordernd, alles Lebensnotwendige selbst zu erstellen. Vom Wesen her sind wir eine Lebensgemeinschaft.

Wir Menschen haben das Geld erschaffen. Alles Geld gehört uns Menschen. Jeder der viel Geld in eigenen Händen (fest)hält, bewirkt einen Mangel bei anderen Menschen. Die natürliche Bewegung des Geldes ist der Fluss, denn unser Austausch und unsere Verbundenheit ist etwas höchst Lebendiges und damit beweglich.

Geld ist heute für nahezu jeden Menschen und auch alle Politiker außer Kontrolle geraten. Prüfe es selbst, indem du der Frage nach seiner Zählbarkeit nachgehst.

Geld ist seit langen Zeiten mit Angst besetzt. Greueltaten und Kriege werden für Geld ausgeübt. Da wir dem Geld soviel Macht verliehen haben, ist die Existenzfürsorge an Geld geknüpft. Obwohl Geld als ein natürlicher Austausch erschaffen wurde, kann heute jedem Menschen Geld ohne Ausgleich genommen werden.

Von Machenschaften und Angst befreit ist Geld ein liebevoller Aspekt unseres irdischen Daseins: Wer seine Gaben kennt und sie in die Welt bringt, ist an den Fluss des Gebens und Nehmens angeschlossen.

1: Die Erde ist eine Wesenheit. Sie war vor uns und wird nach uns sein. Wir sind damit Gäste auf ihr. Unser Körper ist aus ihren Bausteinen zusammengesetzt: seine Atome waren zuvor schon einmal Teil eines Berges, eines Brotes, eines Hauses, eines Tieres, eines anderen Menschen oder eines Flusses. Unser Körper gehört der Erde und nicht die Erde uns. Wir Menschen verwechseln den Besitz eines Grundstücks mit einem Bleiberecht.

2: Nimm das ‹W›, das für ‹Wir› steht, aus der ‹Welt› und ersetze es mit ‹G›, das für ‹Gott›, ein ‹Gut›, das ‹Gute› (‹good›, ‹god›) und damit für die stärkste Kraft im Leben steht.

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veröffentlicht am 19.7.2016, letzte Änderung am 3.2.2017 um 13:00 Uhr

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